Tills Abenteuer im Bayerischen Wald

Haus auf dem Kopf - Foto von Nadine

Dieser Gastbeitrag zu Tills Erlebnissen auf einer Reise im Bayrischen Wald wurde von Nadine verfasst. Vielen herzlichen Dank!


Liebe Freunde in Mölln,

lasst mich euch kurz erzählen, was ich mit meinen neuen Freunden aus Hamburg alles erlebt habe.

Vor kurzem kamen sie doch auf die Idee von der schönen Hansestadt aus in Richtung Wildnis auf zu brechen. Oh ja, Wildnis ist das richtige Wort, denn nicht anders könnte man die Orte nennen, an die sie mich auf der Reise durch den Bayerischen Wald führten.

Kaum dort angekommen, kam mir zu Ohren, dass sich in einer Höhle nahe dem Ort Furth im Wald ein schreckliches Ungetüm aufhielte.

Bereits seit Jahrhunderten würde dort ein Drache sein Unwesen treiben. Ich wollte selbstverständlich diesen schauerlichen Geschichten auf den Grund gehen und machte mich auf den Weg, die Höhle zu finden und zu erkunden.

Further Drache - Foto von Nadine

Further Drache – Foto von Nadine

Tatsächlich traf ich auch auf den Further Drachen, wie er gar nicht schauerlich, dafür aber recht friedlich in der Sonne döste. Ich gebe zu, es war leichtsinnig, doch ich konnte der Versuchung einfach nicht widerstehen, dem Drachen ein wenig auf der Nase herumzutanzen.

Further Drache 2- Foto von Nadine

Na, habt Ihr mich entdeckt? – Foto von Nadine

Just in diesem Augenblick erwachte er und ich fand mich direkt vor einem seiner großen, gelben Augen wieder! Ich dachte schon, dies wäre eine überaus kurze Reise gewesen, doch zu jedermanns Erstaunen, fraß er mich nicht direkt auf. Der Further Drache ist nämlich ein sehr freundlicher Drache. Er hieß mich herzlich willkommen in seinem Land und gab mir ein paar Ratschläge für meine weitere Reise, die ich gern befolgte. Als ich ihm zum Abschied gewunken hatte, legte er sich wieder in die Sonne, um sein Schläfchen fortzusetzen.

Sein erster Vorschlag führte mich an einen wahrhaft wunderlichen Ort, den Wildgarten in Furth im Wald. Man kann dort allerlei aufregende Dinge entdecken. In einem Baum zum Beispiel fand ich ein Buch versteckt, in dem die Geschichte des Erlkönigs geschrieben stand.

Ein Buch in einem Baum - Foto von Nadine

Ein Buch in einem Baum – Foto von Nadine

 

Unheimlich wurde es mir, als ich eine Hütte entdeckte, in der es reichlich düster war. Mutig, wie ich bin, betrat ich die Hütte, doch was darin war, will ich euch ersparen.

Schnell, weil ich nun einmal schnell bin, nicht aus Angst, verließ ich den besagten Ort und fand mich in strahlendem Sonnenschein wieder. Weiter ging es und was ich dann sah, verschlug mir doch den Atem. Ein vollkommen erhaltenes Skelett eines Dinosauriers! Ich hatte schon immer eine Schwäche für diese Wesen, die lange vor uns die Welt besiedelten.

T-Rex - Foto von Nadine

T-Rex – Foto von Nadine

Es gab noch vieles mehr zu entdecken, doch lasst mich erzählen, wie die Reise weiterging. Ich umrundete sowohl den großen als auch den kleinen Arbersee. Welch wunderbare Orte! Hier spürte man die wahre und wilde Natur, die ungezähmte Wildnis! Ich genoss die reine Luft, die Stille des Waldes und das leise Plätschern des Wassers. Dieses veranlasste mich schließlich, zu meinem nächsten Ziel aufzubrechen.

Großer Arbersee - Foto von Nadine

Großer Arbersee – von Nadine

Wer in der Nähe der Donau meint, er höre eine betörend schöne Stimme, der mag Recht haben. Von meinem Freund, dem Drachen wusste ich, dass hier ein gar zauberhaftes Wesen lebte: die Nixe Isa! Als ich schließlich auf Isa, die übrigens eine Schwester der Loreley ist, traf, lud sie mich ein, mich ein wenig auf dem Kristallschiff zu erholen, das nach dem Vorbild ihres sagenhaften Unterwasserpalastes erbaut worden war. Welch ein Erlebnis! Während mir jede Menge Köstlichkeiten gereicht wurden, erzählte mir Isa Legenden rund um die Donau und die Dreiflüssestadt Passau. Beinahe hätte ich mich in ihren Geschichten verloren, doch ich erinnerte mich, dass ich noch andere Ziele auf dieser Reise hatte und verabschiedete mich schweren Herzens.

Die Nixe Isa - Foto von Nadine

Die Nixe Isa – Foto von Nadine

Schon von weitem kann man den Turm der Burgruine Altnußberg sehen. Eine wirklich schöne Ruine aus dem Mittelalter findet man, wenn man den Wald durchquert und den Berg erklommen hat. Auch hier gibt es Geschichten zu erzählen. Besonders gefiel mir die Geschichte des kleinen Burggeistes Willibald, doch leider konnte ich ihn trotz meiner Bemühungen nicht in der Burgruine antreffen. Offenbar ist er ein wenig schüchtern.

Altnußberg - Foto von Nadine

Altnußberg – Foto von Nadine

Und schließlich noch ein seltsames Schauspiel! In St. Englmar gibt es einen Weg, der durch die Baumkronen führt. Waldwipfelweg nennt man ihn. Selbstverständlich führte mich mein Weg auch dorthin. Dort aber entdeckte ich noch ein ganz anderes Phänomen. Hier hatte jemand ein Haus auf den Kopf gestellt. Und zwar wortwörtlich. Welcher Schelm sich diesen Scherz erlaubt hatte, konnte ich nicht herausfinden, doch zweifellos macht dieses Häuschen einen bleibenden Eindruck.

Haus auf dem Kopf - Foto von Nadine

Haus auf dem Kopf – Foto von Nadine

Ich kann mich jetzt mit Fug und Recht als „Bayern-Entdecker“ bezeichnen. Darauf bin ich auch sehr stolz.

Nun bin ich wieder in Hamburg, wo ich bei meinen Freunden eine recht gemütliche Unterkunft gefunden habe. Ich bin gespannt, wohin sie mich als nächstes führen werden. Bis dahin hoffe ich, dass euch mein Bericht gefallen hat und grüße euch in Mölln noch einmal ganz herzlich!

Mit den besten Wünschen

Euer Till Eulenspiegel

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